"150 Jahre St. Marienhaus"
„Eine
große Geschichte des Segens liegt über diesem Haus." Das sagte Kardinal
Karl Lehmann beim Festgottesdienst zum 150-jährigen Bestehen des St.
Marienhauses in Breuberg-Sandbach.
„Wir blicken mit großem Dank zurück auf die Zeit, als das Marienhaus fast 100 Jahre lang als Waisenhaus genutzt wurde", sagte Lehmann. Es sei „eine gute Fügung" und „auch ein kleines Wunder", dass sich die Barmherzigen Schwestern von Alma inzwischen in Breuberg niedergelassen
haben. Konzelebranten des Gottesdienstes waren Weihbischof Wemer Guballa, Bischofsvikär für die Geistlichen und Ordensleute im Bistum Mainz, Generalvikar Dietmar Giebelmann und zahlreiche Geistliche aus dem Dekanat Erbach mit Dekan Heinz Kussmann an der Spitze. Zu dem
Festgottesdienst waren mehrere hundert Gläubige auf das Gelände vor dem St. Marienhaus gekommen.
Kardinal Lehmann wies darauf hin, dass Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler das Marienhaus als seinen Lieblingsort im Bistum bezeichnet habe und dort auch gern seinen Urlaub verbracht hat. Weiter sagte er in Richtung von Schwester Lydia Allen, die als erste Oberin in Breuberg gewirkt hat: „Ich habe es immer als sehr mutige Tat empfunden, dass sie nach Breuberg gekommen sind. Sie haben dem Haus einen neuen Sinn gegeben. Es ist auch die Kraft der Liebe, die dieses Haus auszeichnet."
Das Marienhaus habe Naturkatastrophen und Weltkriege überstanden, erinnerte Mutter Mary Quentin Sheridan, Generaloberin der Barmherzigen Schwestern von Alma/Michigan, USA (Religious Sisters of Mercy) in ihrer Begrüßung, und zwar „nicht nur weil es stabil gebaut ist, sondern weil Jesus Christus hier gegenwärtig ist". Weiter sagte sie; „Wir sind sehr dankbar, dass wir hier von Ihnen akzeptiert worden sind und wir hoffen, dass wir mit Ihnen zum Wachstum der Kirche im Bistum Mainz und hier im Marienhaus beitragen können." Einen besonderen Dank richtete Mutter Mary Quentin Sheridan an Kardinal Lehmann, der den Orden „auf jede erdenkliche Art und Weise unterstütz hat".
Schwester Liberata Ricker, Provinzoberin der Schwestern der Göttlichen Vorsehung, wies auf die große Bedeutung hin, die das Marienhaus für ihren Orden habe, da mit Mutter Maria die Mitbegründerin und erste Oberin des Ordens dort begraben sei. Sie dankte den Barmherzigen Schwestern von Alma, dass sie diese Ruhestätte im Ehren halten und „immer ein offenes Ohr für uns haben".
Am Ende des
Festgottesdienstes, den die Barmherzigen Schwestern und Markus Heinrich (Orgel) musikalisch
gestalteten, gingen Schwestern aus beiden Ordensgemeinschaften zusammen mit den Zelebranten
zum Grab von Mutter Maria (1812 bis 1857), der ersten Oberin von der
Nach dem Gottesdienst fand im Hof des Marienhauses ein Empfang statt. Im Rahmen der Festveranstaltung wurde auch eine kleine Ausstellung zur 150-jährigen Geschichte des Sankt Marienhauses gezeigt, welche die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit im Bischöflichen Ordinariat gestaltet hat.
Bilder von "150 Jahre St. Marienhaus"
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