Da der Kirchenbau vom Fürsten zu Löwenstein
besonders gefördert wurde, weihte man die Kirche dem Namenspatron des Fürsten,
dem Heiligen Karl Borromäus.
Als
Erzbischof von Mailand und Kardinalstaatssekretär versuchte er Macht und Milde
miteinander zu verbinden. Er wurde der große Heilige der innerkirchlichen
Reform, der zum erfolgreichen Abschluß des Konzils von Trient (nach der
Reformation, von1545-1563) wesentlich beitrug.
Als
die Pest Mailand heimsuchte, ging er ohne Rücksicht auf seine Gesundheit zu den
Kranken und spendete ihnen Hilfe und Trost. Karl Borromäus starb am 3.11.1584
im Alter von 46 Jahren. Das Volk verehrte ihn als Heiligen, und schon im Jahre
1610 wurde er von Papst Paul V. heilig gesprochen. Die Kirche hat ihm zu
danken, daß sie aus einer so dunklen Zeitstunde ihrer langen Geschichte von
innen her wieder erneuert und geläutert wurde.