Wer glaubt ist nie allein

Unter diesem Motto fuhr eine Gruppe unserer Pfarrei unter der Leitung von Pfarrer Josef Schachner am Sonntag, dem 10. September,  in der Nacht um 1.00 Uhr nach München zum Open Air-Gottesdienst von Papst Benedikt XVI. auf der Neuen Messe

Morgenstund hat Gold im Mund

Breuberger Christen beim Papst in München

Am Sonntag, dem 10. September, fuhren vierzehn Gläubige der Pfarrei Hl. Karl Borromäus, darunter fünf Messdiener und ein Firmling, um 01.00 Uhr in der Nacht nach München zum großen Papst-Gottesdienst mit Benedikt XVI.

Tausende von Menschen waren mit Hunderten von Reisebussen auf das Gelände der Neuen Messe in München auf den Beinen.

Eine große Altarinsel war mit einem Segeltuch überspannt. Ein Gottesdienst wie man ihn nur so „life“ erleben konnte, begann pünktlich um 10.00 Uhr.

„Grüß Gott“ waren seine ersten Worte nach der liturgischen Eröffnung!

Die junge Gottesdienstgemeinde war andächtig und sang kräftig die bekannten Kirchenlieder mit. Auch Jugendliche und junge Familien mit Kindern waren zugegen.

Der Papst bekannte sich herzlich zu seiner Herkunft und Deutschland hat in dem Bayern Joseph Ratzinger eine Gestalt von Weltgeltung, die dem althergebrachten Anspruch ein Volk der Dichter und Denker zu sein, wie dies zur Zeit kein anderer auf der internationalen Bühne erfüllt.

Doch auch wer ihn nicht als bedeutenden Wissenschaftler anerkennen will, weil er als Ungläubiger etwa die Theologie insgesamt fragwürdig findet kommt nicht umhin, in Benedikt das rechtliche und geistige Oberhaupt einer Milliarde Katholiken in allen Teilen der Welt anzuerkennen.

Kein anderer Deutscher vermag Vergleichbares vorzuweisen. Niemand kann daher so kirchenfern sein, dass er sich in diesen Tagen nicht bewusst würde, einen Bischof von Rom zu sehen, der in den deutschen Geschichtsbüchern verzeichnet sein wird, solange dieses Land zum christlichen Abendland gehören wird.

Der Open Air-Gottesdienst war keine nostalgische Veranstaltung. Der Heilige Vater ist gekommen um seiner „Heimatkirche“ ,dem wohlhabendsten Regionalverband in der ihm untertanen Weltkirche, mit unübertrefflichen Autorität auch die Meinung zu sagen. Seine Predigt war für uns ein Akt der Weltpolitik. Er lobte die Großzügigkeit der deutschen Katholiken, die eines der Fundamente internationaler Entwicklungs- und Sozialpolitik überhaupt ist.

Die Spendenfreudigkeit ist einmalig, wie auch ich selbst z.B. bei der Sternsingeraktion jedes Mal selbst in den Häusern von Breuberg erfahre.

Eine Medaille hat bekanntlich zwei Seiten und so mahnte der Heilige Vater die geistigen Voraussetzungen der „Sozialen Ordnung“ nicht zu vernachlässigen.

Die Evangelisierung müsse an vielen Orten vorausgehen, damit die sozialen Dinge vorangingen. „Das Soziale und das Evangelium sind einfach nicht zu trennen.“ Damit warnte der Pontifex (Brückenbauer) vor einer weiteren Entchristlichung Deutschlands.

Gestärkt im Glauben und nach dem Motto: „Einmal sehen ist besser als 1.000mal hören“ kehrten wir gesund und müde nach Breuberg in den Abendstunden zurück.

Pfarrer Josef Schachner

 

   

Bilder vom Pabstbesuch in München 2006

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