Brief zum Dank für die Tage der Begegnung

Jetzt, da wir nun von diesem schönen Ort Breuberg aufbrechen müssen, möchten wir Ihnen allen von Herzen danken. Wir machen uns auf den Weg als eine Pilgergruppe aus der Diözese Santander in Spanien, um zusammen mit dem Nachfolger Petri, Papst Benedikt XVI, am XX. Weltjugendtag in Köln teilzunehmen. Die Dankbarkeit, die wir Ihnen jetzt ausdrücken möchten, verwandelt sich gleichzeitig in ein Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit, weil wir aufgrund unserer mangelnden Sprachkenntnisse nicht wissen, wie wir zum Ausdruck bringen sollen, wie sehr wir uns in diesen Tagen der Begegnung von Ihnen aufgenommen und geliebt gefühlt haben. Es sind viele Namen und viele Menschen, die in einer langen Liste des Dankes aufgeführt werden müssten:

An erster Stelle möchten wir Pfarrer Josef Schachner danken, der lange vor unserer Ankunft auf die Anfrage seiner Diözese antwortete. Er war bereit mitzuarbeiten bei diesem großen Ereignis der Evangelisation, das von unserem verstorbenen Papst Johannes Paul II. ins Leben gerufen worden ist. Pfr. Schachner hat es verstanden Sie als Gemeinde aufzumuntern und dafür zu begeistern uns Pilger, zum damaligen Zeitpunkt noch unbekannte Menschen, aufzunehmen. Wir sind uns bewusst, wie viele Anstrengungen die Vorbereitung eines solchen Ereignisses kostete: zahlreiche Vorbereitungstreffen und Anrufe, viel hin und her, Wirbel und Sorgen und natürlich auch das Zusammenbringen der nötigen Mittel im logistischen, personellen und finanziellen Bereich. Alles, um auf diese Herausforderung bestmöglich vorbereitet zu sein. Danke, Pfr. Schachner! Sie haben uns ein Beispiel gegeben mit Ihrer unermüdlichen Art, Ihrer Aufmerksamkeit und Ihrer Sorge, dass es uns vielleicht an etwas fehlen könnte. Immer taten Sie es mit einem Lächeln auf den Lippen das stellvertretend für die Worte, die in der fremden Sprache nicht gesprochen werden konnten, alles sagte. Von Herzen danke!

Ein großes Dankeschön auch an Manuel Lagos, unserem Landsmann, der zusammen mit der Sekretärin und anderen Mitgliedern der Vorbereitungsgruppe alles bis ins Detail organisiert und noch lange vor unserer Ankunft den Kontakt zu uns möglich gemacht hat: So viele Anrufe, viele Änderungen in letzter Minute und logistische Klärungen waren nötig, um alles zu ordnen und uns ein problemloses Ankommen zu sichern. Ja, und als wir erst einmal da waren, ging es weiter!

Danke, - wie könnte es anders sein – auch allen Gastfamilien. Ihr habt uns die Türen zu eurem Zuhause mit viel Liebe, Schlichtheit und Großherzigkeit geöffnet. Ihr wart wirklich unsere Familien, unsere „Papis und Mamis“. Mit vielen kleinen Aufmerksamkeiten habt ihr uns beschenkt, so als handelte es sich um eure eigenen Söhne und Töchter. Wir werden Euch nicht vergessen.

Wir danken auch allen, die uns trotz Müdigkeit mit großer Geduld und einem heroischen Durchhaltevermögen begleitet haben. Ihr habt uns an so viele Orte geführt, um in der uns zur Verfügung stehenden Zeit möglichst viele interessante und schöne Orte dieses Landes kennen zu lernen. Ebenso danken wir allen, die uns unermüdlich alles in Spanische übersetzt haben. Ihr wisst, dass wir Euch gern haben und euch in unsere Freundesliste eingetragen haben. Ihr seid es, denn Ihr habt es wirklich verdient.

An diesem Punkt möchten wir, damit niemand vergessen wird, generell allen unseren Dank aussprechen. Sie haben mit so vielen Kleinigkeiten, und mögen sie auch noch so klein gewesen sein, uns hier aufgenommen und uns die Tage hier verschönert: Viele Menschen, die Kuchen gespendet, die gekocht und das Essen ausgegeben haben und die in der einen oder anderen Weise diese Begegnungen ermöglicht haben.

Wir danken Ihnen allen für alles, besonders aber für Ihr Lächeln und Ihre liebevollen Gesten, die wertvoller waren als viele Worte. So sagt es auch das bekannte Sprichwort: „Ein Lächeln ist mehr wert als tausend Worte“.

 

Wie können wir uns für dieses überreiche Maß an Großzügigkeit und Liebe bedanken? Es ist schwierig, um nicht zu sagen fast unmöglich. Wir selbst wissen nicht wie wir es tun sollen, deshalb überlassen wir diese Aufgabe „Ihm, der uns zuerst geliebt hat“. Gott, der in seiner Vorsehung nicht aufhört uns seine Liebe in vielen kleinen Ereignissen zu zeigen, wovon die Begegnungen in diesen Tagen nur ein Zeugnis von vielen waren. Er selbst wird es sein, der Ihnen in unserem Namen alles vergelten wird, denn Er weiß, was jeder von uns braucht lange bevor wir Ihn darum bitten. Aber wenn wir so recht darüber nachdenken: Glauben Sie nicht, dass Er einen jeden von Ihnen schon alles zurückbezahlt hat? Wir sind uns sicher, dass Gott uns immer vorausgeht. Er hat Ihnen bereits alles vergolten, indem er jeden einzelnen von Ihnen ein so großes und gütiges Herz geschenkt hat, das bereit ist sich den anderen Menschen zu öffnen, wie Ihre Herzen es getan haben. Das ist das größte Geschenk, das Er Ihnen machen konnte und es übertrifft alles, was wir Ihnen je schenken könnten. Es ist ein Herz und eine Liebe, die bereit ist am Reich Gottes mitzubauen, für das Jesus Christus bereit war sein Leben zu geben.

Danke, einem Gott und einem Glauben, die uns trotz der geographischen Grenzen vereinen und ermöglichen, dass wir uns in Wirklichkeit „Brüder und Schwestern“ nennen können und es auch sind.

Wir öffnen auch Ihnen unsere Türen in Spanien und sind jederzeit bereit, Sie in unserer Heimat aufzunehmen, wann immer Sie uns besuchen möchten.

Bitte verzeihen Sie uns alles Negative, das wir Ihnen in diesen Tagen haben zufügen können.

 

Danke an alle.

Danke an alles.

Bis bald unsere Brüder und Schwestern, unsere Freunde in Breuberg!

Gott segne Sie alle.

Pfarrer Juan Carlos

Verfasst am 15.08.2005