Freizeitfahrt nach Serrig

Am 7. Juli 2007 trafen wir uns gut gelaunt und natürlich auch aufgeregt in der katholischen Kirche in Neustadt. 37 Kinder mit ihren Betreuern freuten sich schon auf eine Woche Ferienfreizeit im Schullandheim. Herr Pfarrer Schachner schickte uns mit guten Wünschen und dem Reisesegen auf die Fahrt. Schon die erste Rast bot uns Spaß und Spannung, ein kleines Vergnügungsgelände auf dem Rasthof wurde von uns gestürmt. Wird es uns im Landschulheim gefallen? Wer schläft mit wem im Zimmer? Schmeckt das Essen? Was unternehmen wir? ..... Viele Fragen wurden gestellt. Spät kehrte am ersten Abend Ruhe ein. Am Sonntag morgen besuchten wir um 9.00 Uhr die heilige Messe in der katholischen Kirche in Serrig. Wohl behütet mit dem Segen fuhren wir nach Saarburg. Wir schauten uns die Stadt an und bestaunten den Wasserfall und die Burg. Für manche von uns war es die erste Fahrt mit dem Sessellift, der uns zum nächsten Ziel brachte. Viele konnten wirklich nicht genug bekommen und wagten immer wieder die rasante Fahrt auf der Sommerrodelbahn. Nach einer kurzen Wanderung erreichten wir den Greifvogelpark Saarburg. Es war schon ein besonderes Erlebnis, die Greifvögel so nahe zu erleben. Aber auch die Waschbären, Esel, Hängebauchschweine, Meerschweinchen erweckten unser Interesse. Gemeinsames Spielen, Malen, Gestalten von Gipsmasken, Entwerfen der Freizeitfahne ließen den Sonntag viel zu schnell zu Ende gehen. In getrennten Gruppen verbrachten wir die nächsten zwei Tage. Der Kletterpark in Taben-Rodt bot uns ein fünfstündiges Programm an. Dem Alter der Kinder angepasst mussten sie gemeinsam Aufgaben erfüllen. So schulten sie ihre Teamfähigkeit und stärkten ihr Gruppengefühl. Mutig und gut gesichert kletterten wir eine 20 m hohe Fichte hinauf. Geschicklichkeit und Gleichgewicht waren beim balancieren auf dem gespannten Seil gefordert, denn keiner der Gruppe durfte den Boden berühren. Mutig ließen wir uns an den Haken nehmen, über eine selbstgebaute Seilbahn rutschten wir den steilen Hang hinab – super, keiner bekam nasse Füße. Schwierig war wie Tarzan in Reifenkreise zu schwingen, mit einem Bein zu landen und stehen zu bleiben bis die Gruppe zusammen war. Ein Spinnennetz musste durchklettert werden. Aufpassen – wie stellen wir es bloß an, dass alle es schaffen, denn jedes Loch darf nur einmal durchklettert werden. Wir waren Supergruppen und haben alle Aufgaben gemeinsam geschafft. Mit Recht strahlten alle Gesichter auf dem Gruppenbild. Aber auch wir anderen waren nicht faul. Eine Wanderung über den Felsweg zum Kastell stand für uns auf dem Plan. Wir mussten ganz schön steil bergauf steigen, um ans Ziel zu gelangen. Doch die riesigen Bergfelsen mit ihren Höhlen und Spalten trieben uns voran. Am Ziel wurden wir mit einem wunderbaren Blick ins Tal belohnt. Die Kinder sprachen aus, was wir alle sahen: „Da unten sieht es ja aus, wie bei einer Modelleisenbahn.“ Über den Ehrenfriedhof wanderten wir zurück. Nach so viel Anstrengung gönnten wir uns eine Fahrt nach Trier. Besichtigung des Doms, der Porta Nigra, aber auch ein Bummel durch die Stadt und natürlich auch deren Geschäfte kamen nicht zu kurz. Nicht alle fanden Geschäftestürmen toll, so fuhr eine Gruppe mit dem Stadtbus auf einen nahe gelegenen Wasserspielplatz. So hatte jeder ein Vergnügen. Den Abend verbrachten wir mit dem beliebten Chaosspiel. Gewählte Gruppen mussten versteckte Nummern suchen und Aufgaben erfüllen. Jede Gruppe wollte am schnellsten sein. Wie der Name schon aussagt – Chaosspiel eben. Laut und lustig war es.

Bei schönem Wetter fuhren wir nach Mettlach, vom Bahnhof aus wanderten wir an die berühmte Saarschleife, zu einer langen Pause lud der nahe gelegene Spielplatz ein. Abends bebte das Schullandheim – abrocken in der Disco war angesagt. Tanzmuffel spielten lieber Basketball, Federball, Gesellschaftsspiele oder nutzten die Kreativangebote.

Den letzen Freizeittag verbrachten wir in Saarburg. Wir besichtigten die Glockengießerei. Eine alte Fabrik, die heute leider still gelegt ist. Wir bestaunten die alten Maschinen, die Glocken und wunderten uns über die vielen Arbeitsschritte bis zur Fertigstellung einer Glocke. Ein Video dokumentierte uns den ersten Guss aus einer Glocke – ganz schön spannend. Die Sonne meinte es besonders gut mit uns an diesem Tag, so verbrachten wir den Nachmittag im schönen Freibad. Nicht alle von uns konnten oder wollten schwimmen!? So fuhren sie schon eher zurück und malten die Freizeitfahne fertig – schaut sie euch mal an, sie hängt zur Zeit in der Kath. Kirche Neustadt.

Unsere schöne Freizeit endete mit dem Abschlussabend beim gemeinsamen Grillen.  Als alle satt waren, führte jeder der wollte etwas vor. Die Betreuer führten ein kleines Theaterstück „Der Kartoffelötti“ auf. Andere erzählten gekonnt Witze, spielten Sketche, sogar eine Cometverleihung war dabei. Nun hieß es Kofferpacken und das Landschulheim wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. Keinem hat dies Spaß gemacht, aber auch eine schöne Zeit geht einmal zu Ende – leider. Danke noch einmal an Euch Kinder, es hat uns Betreuern Spaß mit euch gemacht und vielleicht fahren wir mit dem einen oder anderen von Euch nächstes Jahr wieder gemeinsam in die Freizeit.

Unser Fahrtziel 2008 ist Schillig an der Nordsee. 

Monika Scholz