25-jähriges
Jubiläum
des Jugendchores
am 17. November
2001
Aus dem Begleittext
zur Geistlichen Abendmusik
„Musik und Gesang aus 25 Jahren"
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Wir wollen heute Abend zum 25-jährigen Jubiläum unseres Jugendchores in Wort und Musik ein wenig Rückschau
halten auf die zurückliegenden 25 Jahre - in der Form,
dass wir diese Zeit in Blöcken zu jeweils 5
Jahren zusammenfassen und versuchen, diese mit Liedbeiträgen und Auszügen aus
der Chronik des Chores wieder etwas
lebendig werden zu lassen.
Als
„Kinderschola" kamen wir zum ersten Mal am 25. August 1976 im damaligen
Pfarrsaal unseres Pfarrhauses zusammen. Initiatoren waren der damalige Pfarrer
unserer Pfarrei, Pfarrer Robert Oes, und Lehrer

Übrigens kam am
nächsten Tag Andi Schiener zur Welt, an dem wir nun
immer leicht das
Alter unseres Chores ablesen konnten und der sich in der Zwischenzeit zu
unserem „größten“ Chormitglied entwickelt hat.
Von nun an wurden
wir auch gleich in alle anstehenden Ereignisse,
Feste und Termine unserer Pfarrei eingebunden.
Das waren als nächstes die Christmette mit Krippenspiel an Heiligabend, das Familientreffen zu Dreikönig
in Hainstadt, das Sternsingen in den einzelnen Stadtteilen,

die Erstkommunionfeiern in Neustadt und
Dorndiel und das Pfarrfest.
Das blieb auch in den
weiteren Jahren so. Etwa
einmal im Monat gestalteten wir den Sonntagsgottesdienst in unserer Pfarrei
mit. Hinzu kamen im Laufe der Zeit
Kindergottesdienste bei den Dekanatstagen, die Feiern zu St. Martin in
unserer Kirche und im Marienhaus,
Auftritte beim Benznickelmarkt in Neustadt und die Weihnachtsfeiern im
Ernst-Ludwig-Sanatorium in Sandbach.
Herausragende Ereignisse in dieser Zeit
waren für uns die Mitwirkung beim oekumenischen Gottesdienst anlässlich der
600-Jahr-Feier der Stadt Breuberg im Jahr
1978, der Firmgottesdienst mit dem Mainzer
Kardinal Hermann Volk am 20.05.1979, die Singewoche in Gernsheim mit
Monsignore Professor Hans Niklaus, dem Direktor des kirchenmusikalischen
Instituts in Mainz, und Diözesankantor Heinz Lamby.
Unseren ersten
Auftritt mit einem „gestandenen" Chor hatten wir im Januar 1980 bei einer Geistlichen Abendmusik des
„Männergesangvereins Neustadt/Gemischter Chor" in der evangelischen Kirche
in Neustadt.
Am 13. September
1980 machten wir im Frauensaal auf Burg Breuberg unsere erste Schallplattenaufnahme
im Rahmen der Produktion „Sang und Klang aus dem Breuberger Land" mit der „Laternenmusik" von Richard Rudolf
Klein und dem Taizé-Halleluja „Gehet
nicht auf in den Sorgen dieser Welt!"
In der Zeit
von 1981 - 1986 verbrachten wir insgesamt drei Scholawochenenden im Jugendhaus
Dorndiel - jeweils mit Eigenproviant und Selbstversorgung. Eine Probe im Advent hielten wir bei Kaba
und
Lebkuchen immer im Haus der Familie Schiener ab. Zu Fastnacht veranstalteten
wir „närrische Chorproben" mit Büttenreden
und lustigen Liedern. (Ein Photo hierzu aus
dem Jahre 1994 ist auf Seite zu
sehen.)
Überhaupt waren wir eigentlich immer eine sehr lebhafte und aufgeweckte,
um nicht zu sagen eine „wilde Truppe", unser Chorleiter kann ein Lied - oder gar mehrere - davon singen!
Bei einem
Singwochenende auf Burg Breuberg wurde es sogar unserer Stimmführerin im Alt, Sabine, zuviel:
Sie zog aus dem Mädchenzimmer aus und
suchte sich in der damals unbewohnten
Burg ein eigenes, weit abseits gelegenes, „ruhiges" Zimmer! Aber im Gottesdienst am nächsten Tag waren wir
dann alle wieder wie „die lieben Engelein", die ja bekanntlich „musikalisch sein" müssen.

Im Jahre 1983
bereicherten wir unser bisheriges, eher traditionelles Instrumentarium um ein
elektronisches Instrument, eine kleine „Casio-Orgel", die uns von da an fast immer
technische Probleme bereitete – bis wir uns schließlich später ein größeres
Keyboard („Roland ep 7“) und zusätzlich einen eigenen Verstärker mit
eingebautem Lautsprecher zulegten.
Angesichts der nun
auch schon älteren Mitglieder änderten wir unseren Namen in „Kinder- und
Jugendschola" um. Wir führten gemeinsam mit der evangelischen Jugend von
Breuberg in der österlichen Bußzeit oekumenische Jugendkreuzwege durch.
Übrigens haben in unserem Chor schon immer - wie auch heute noch - evangelische Kinder
und Jugendliche mitgesungen.
Am 09. November 1984
gestalteten wir im Rahmen der Festwoche zum 400. Todestag unseres
Kirchenpatrons Karl Borromäus unsere 1. Geistliche Abendmusik unter dem Titel
„Chor- und Instrumentalmusik von Bach bis Edelkötter".

Weil wir nach Meinung mancher
Gottesdienstbesucher gelegentlich zu laut und auch zu moderne Lieder sangen, wichen wir einmal zur Christmette ins St.
Marienhaus zu den „Schwestern
der Göttlichen Vorsehung“ aus. Wir wurden von den Schwestern und den Heimbewohnern sehr herzlich aufgenommen und fühlten
uns dort sehr wohl. Allerdings hat man uns nach dieser Christmette mit
dem Ausdruck tiefsten Bedauerns schnell wieder in die Pfarrkirche zurückgeholt!
Am 5. Dezember 1986 konnten wir auf unser 10-jähriges Bestehen zurückblicken. Wir begingen diesen Geburtstag mit
unserer 2. Geistlichen Abendmusik und 2 Tage später einem Festgottesdienst, bei
dem der Direktor des Kirchenmusikalischen Instituts Mainz, Monsignore Prof. Hans Niklaus, die Festpredigt hielt.
Bei der Abendmusik führten wir neben
einer Weihnachtskantate nach Worten von Eva Rechlin auch eine komplette Sinfonie auf, die „Kindersinfonie"
von Joseph Haydn mit Geigen, Blockflöten
und Orffinstrumenten. Wir hatten damals schon - wie heute noch -interessante und gute
Instrumentalisten in unseren Reihen.
In diese Zeit fiel auch der Besuch der
indischen Tanz- und Gesangsgruppe Kalai Kaviri, mit der wir einen gemeinsamen Liederabend in unserer Kirche
veranstalteten.
Im Sommer 1988 erfolgte die Verabschiedung von Herrn Pfarrer Oes und die
Einführung von Herrn Pfarrer Philipp Haubrich.
Mit dem Jahreswechsel 1988/89 änderten wir
unseren Namen in „Jugendchor" um - unsere Gründungsmitglieder waren immerhin schon 12 Jahre dabei und schon lange
„volljährig" geworden. Neue Mitglieder wurden immer nach der
Erstkommunion - also in der Regel mit 9 Jahren - aufgenommen, so dass der
Altersunterschied zwischen alten und neuen Sängern immer größer wurde.

Zeitweilig
wurden getrennte Chorproben für Anfänger und Fortgeschrittene durchgeführt.
Am 1. Dezember 1989 veranstalteten wir unsere 3. Geistliche Abendmusik
mit der Kantate „Die Geschichte Jesu", Ehrengast war Bischof Arul das
James aus Indien.

Im Oktober 1990 durften wir beim oekumenischen Gottesdienst zum „1. Tag
der deutschen Einheit“ nach der Wiedervereinigung in der evangelischen Kirche in Neustadt
dabei sein.
Das Chorwochenende in Volkers/Rhön im gleichen Monat - organisiert von unserem
langjährigen Chormitglied Tanja Stegmeyer - wird allen, die dabei
waren, in besonders angenehmer Erinnerung bleiben.
In die nun folgenden Jahre von 1991 bis
1996 fielen gleich 4 Hochzeiten von Chormitgliedern, woraus man ersehen kann,
dass wir wirklich erwachsen wurden. Alle waren wir ganz stolz und sangen und
musizierten bei den Trauungen mit besonderer Hingabe - und auch ein bisschen Neugier, vor allem natürlich bei den Mädchen! Es waren die Hochzeiten von Sabine Helfer (jetzt
Heymann), Tanja Stegmeyer (jetzt Alt), Martin Tschursch und Dr. Ralf Schiener.
Im Rahmen des oekumenischen Projektes
„Lebensbilder" begleiteten wir im November 1992 in unserer Kirche die
Darstellungen über das Leben von Alfred Delp und Camille Claudel nach Texten
von Frau Sigrid Kolter mit Liedbeiträgen und Musik.
Bei unseren
regelmäßigen Ausflügen zur „Pflege der Geselligkeit" sangen wir im Salzbergwerk Bad
Friedrichshall in 200 m Tiefe spontan den Chorsatz „Ihr seid das Salz der Erde" von Winfried
Heurich. Alle, auch die zufällig
anwesenden weiteren Bergwerksbesucher, waren beeindruckt von der Wirkung des
Chores gerade in dieser Umgebung.

Beim Sacro-Pop-Festival 1994 des
"BDKJ" im Dekanat Erbach traten wir
in Reichelsheim zusammen mit der Gruppe „Sophi-Act" aus Erbach an
und waren – bei zwei teilnehmenden Chören - mindestens die zweitbeste Gruppe an diesem Tag!
Ein besonderes Lob
erhielten wir in dieser Zeit von Generalvikar Martin Luley anlässlich der Firmung im Mai 1995. Er
sagte: „Der Neustädter Jugendchor ist einer der besten von allen 344 Pfarreien in
unserer Diözese!"
Am 16. November 1996
konnten wir unseren 20. Geburtstag feiern. Wir veranstalteten unsere 4. Geistliche
Abendmusik zu dem Thema „Schöpfung und Mensch - Im Anfang war das Wort". Beim Festgottesdienst zum 175.
Jubiläum der Pfarrei Neustadt mit Dekan Derstroff sangen wir die lateinische
Messe „Messa Settecento" von Wolfram Menschik mit Begleitung eines kleinen Streichorchesters.
Zur Vorbereitung hierzu hatten wir uns in
die „Jugendherberge Dilsberg“ am Neckar zurückgezogen,
die uns von der landschaftlichen Lage her begeisterte, was wir jedoch weniger
von der sehr unflexiblen Herbergsleitung
sagen konnten. Aber wir verstanden es
natürlich trotzdem, uns nach den Proben eigene Freiräume zu schaffen
- und schließlich versöhnten unser Gesang und unsere Musik am Ende sogar
auch wieder die Herbergsleitung!

In der folgenden Zeit
von 1996 bis 2001 -
unserer jüngsten Epoche - mussten wir notgedrungen
die Probenarbeit etwas flexibler gestalten. Viele der älteren Chormitglieder
konnten durch Schule, Studium, Beruf und Familie nicht mehr so regelmäßig an
den Proben teilnehmen, wie es für den Chor wünschenswert gewesen wäre. So ging
auch die Zahl unserer Chormitglieder
stark zurück.
Zur Vorbereitung auf
unsere nächste Abendmusik anlässlich des 150-jährigen Jubiläums unserer
Pfarrkirche probten wir jetzt sonntags nach dem Gottesdienst. Auch diese Regelung
war auf Dauer nicht durchzuhalten - wer singt schon gern mit knurrendem Magen sonntags bis 13.00
Uhr!

Weitere zeitliche Einschränkungen waren
notwendig, so dass wir zur Zeit nur noch
ein Mal in einem Rhythmus von etwa zwei Monaten zu Gesamtproben an
Wochenenden zusammenkommen können. Die
jüngeren Sängerinnen und Sänger werden weiterhin in wöchentlichen Proben in das
umfangreiche Chor-Repertoire aus 25 Jahren herangeführt und machen das
sehr gut!
An äußeren Ereignissen stand der Bau unseres neuen Pfarrheimes im
Mittelpunkt dieser Phase. Der Chor wirkte musikalisch beim 1. Spatenstich
und bei der Grundsteinlegung mit und schließlich bei der Einweihung des neuen
Hauses, in dem wir nun auch mit einem eigenen Raum optimale Möglichkeiten für unsere Chorproben vorfinden.

Mitte des
Jahres 1999 verließ Herr Pfarrer Haubrich unsere Pfarrei und trat in den wohlverdienten Ruhestand. Sein Amt in unserer
Pfarrei übernahm Herr Pfarrer Josef Schachner, der ebenso wie seine
Vorgänger ein großzügiger, aufgeschlossener und verständnisvoller Förderer
unseres Jugendchores ist.

Im gleichen Jahr nahmen wir mit
viel Freude und vielen neuen Erfahrungen auch am Diözesankirchenmusiktag im
Mainzer Dom teil
und gestalteten den Festgottesdienst zum
40. Weihejubiläum der Kirche von St.
Sebastian in Michelstadt mit.

Unsere 5. Geistliche Abendmusik
zum 150-jährigen Jubiläum unserer Pfarrkirche am 06. November 1999 stand unter dem Thema „Exodus - Mose und der Zug des Volkes Israel in das Verheißene Land". Den Festgottesdienst zelebrierte unser Bischof Dr. Karl
Lehmann, der in der Zwischenzeit von Papst Johannes Paul II. in Rom zum
Kardinal ernannt worden ist.
Das heutige Jubiläum
möchten wir auch zum Anlass nehmen, uns ganz herzlich bei all denen zu bedanken, die uns
immer wohlgesinnt waren. Das waren neben Herrn Pfarrer Oes, Herrn Pfarrer Haubrich und Herrn
Pfarrer Schachner immer auch unsere Pfarrgemeinderäte
mit ihren Vorsitzenden Herrn Günther Witopyl und Frau Ulla Strotjohann sowie
unsere Verwaltungsräte, die für
unsere finanzielle Absicherung zuständig sind.
Besonders bedanken
möchten wir uns auch bei Ihnen, den regelmäßigen Gottesdienstbesuchern und unseren heutigen
Gästen, die uns durch ihren Besuch ihr Wohlwollen
und ihre Sympathie zum Ausdruck bringen.
Ihnen allen sei unser letzter
Liedblock gewidmet!

Programm und Chormitglieder
Programm
Geistliche Abendmusik des Jugendchores
anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums
Leitung:
Samstag, 17. November 2001, 19.00 Uhr,
Kath. Kirche Neustadt
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Begrüßung Pfarrer Josef
Schachner
Eröffnung Gott soll es sein
Aufbauphase Mach, o Herr, die
Tore auf
Schwarze, Weiße, Rote, Gelbe
Ein Leben unterm Regenbogen
Gehet nicht auf in den Sorgen
Adventlicher Block Von guten
Mächten
Es
ist für uns eine Zeit angekommen
Alle Knospen springen auf
Wachet auf, ruft uns die Stimme
Machet die Tore weit
Mehrstimmige
Chorsätze Lied für die Erde
Im Dunkel unsrer Ängste
Gott gab uns Atem
Ihr seid das Salz der Erde
Gott ist der Grund unserer Freude
Neues Geistliches Lied Suchen und fragen
Wie wir miteinander reden
Ein Licht in dir geborgen
...
und ein neuer Morgen
Gloria, Ehre sei Gott
Neueste Phase Von der Zärtlichkeit
Gottes
Frei wie ein Vogel
Wäre Gesanges voll unser Mund
Stein
für Stein
bei der Abendmusik am 17. November 2001

Sopran: Christina
Helfer (Solo), Andrea Zendler, Hannah
Havermann, Julia van der Bij, Anna Neubürger (Solo), Tina Heckler, Max
Neubürger, Eva Strotjohann, Jennifer Skryzdlewski
Alt: Sabine
Heymann, Elisabeth Jurek, Eva Heist (Solo), Jennifer Martinetti, Sandra Walther
Bass: Jesus
Bodas-Fernandez, Dr. Michael Schiener, Andreas Schiener, Sebastian Jurek
Instrumente: Dr. Michael Schiener E-Piano
Andreas
Schiener Violine/Percussion
Elisabeth Jurek Querflöte
Tina
Heckler Blockflöte
Sprecherin: Sabine Heymann
Leitung: