25-jähriges

Jubiläum des Jugendchores

am 17. November 2001

Aus dem Begleittext zur Geistlichen Abendmusik
 „Musik und Gesang aus 25 Jahren"

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Wir wollen heute Abend zum 25-jährigen Jubiläum unseres Jugendchores in Wort und Musik ein wenig Rückschau halten auf die zurückliegenden 25 Jahre - in der Form, dass wir diese Zeit in Blöcken zu jeweils 5 Jahren zusammenfassen und versuchen, diese mit Liedbeiträgen und Auszügen aus der Chronik des Chores wieder etwas lebendig werden zu lassen.

Als „Kinderschola" kamen wir zum ersten Mal am 25. August 1976 im damaligen Pfarrsaal unseres Pfarrhauses zusammen. Initiatoren waren der damalige Pfarrer unserer Pfarrei, Pfarrer Robert Oes, und Lehrer Josef Schiener, der auch heute noch den Chor leitet. Mit zunächst noch wenigen Jungen und Mädchen übten wir die „Schildberger Kindermesse" ein, die wir drei Monate später, am 21. November, beim Sonntagsgottesdienst mit Gitarre, Blockflöten und Orffinstrumenten vortrugen - zur hör- und sichtbaren Freude der Gottesdienstbesucher, was uns ermunterte weiterzumachen!


Übrigens kam am nächsten Tag Andi Schiener zur Welt, an dem wir nun

immer leicht das Alter unseres Chores ablesen konnten und der sich in der Zwischenzeit zu unserem „größten“ Chormitglied entwickelt hat.

Von nun an wurden wir auch gleich in alle anstehenden Ereignisse,

Feste und Termine unserer Pfarrei eingebunden. Das waren als nächstes die Christmette mit Krippenspiel an Heiligabend, das Familientreffen zu Dreikönig in Hainstadt, das Sternsingen in den einzelnen Stadtteilen,


 

die Erstkommunionfeiern in Neustadt und Dorndiel und das Pfarrfest.

Das blieb auch in den weiteren Jahren so. Etwa einmal im Monat gestalteten wir den Sonntagsgottesdienst in unserer Pfarrei mit. Hinzu kamen im Laufe der Zeit Kindergottesdienste bei den Dekanatstagen, die Feiern zu St. Martin in unserer Kirche und im Marienhaus, Auftritte beim Benznickelmarkt in Neustadt und die Weihnachtsfeiern im Ernst-Ludwig-Sanatorium in Sandbach.

Herausragende Ereignisse in dieser Zeit waren für uns die Mitwirkung beim oekumenischen Gottesdienst anlässlich der 600-Jahr-Feier der Stadt Breuberg im Jahr 1978, der Firmgottesdienst mit dem Mainzer Kardinal Hermann Volk am 20.05.1979, die Singewoche in Gernsheim mit Monsignore Professor Hans Niklaus, dem Direktor des kirchenmusikalischen Instituts in Mainz, und Diözesankantor Heinz Lamby.

Unseren ersten Auftritt mit einem „gestandenen" Chor hatten wir im Januar 1980 bei einer Geistlichen Abendmusik des „Männergesangvereins Neustadt/Gemischter Chor" in der evangelischen Kirche in Neustadt.

Am 13. September 1980 machten wir im Frauensaal auf Burg Breuberg unsere erste Schallplattenaufnahme im Rahmen der Produktion „Sang und Klang aus dem Breuberger Land" mit der „Laternenmusik" von Richard Rudolf Klein und dem Taizé­-Halleluja „Gehet nicht auf in den Sorgen dieser Welt!"

In der Zeit von 1981 - 1986 verbrachten wir insgesamt drei Scholawochenenden im Jugendhaus Dorndiel - jeweils mit Eigenproviant und Selbstversorgung. Eine Probe im Advent hielten wir bei Kaba und

 

Lebkuchen immer im Haus der Familie Schiener ab. Zu Fastnacht veranstalteten wir „närrische Chorproben" mit Büttenreden und lustigen Liedern. (Ein Photo hierzu aus dem Jahre 1994 ist auf Seite    zu sehen.)

Überhaupt waren wir eigentlich immer eine sehr lebhafte und aufgeweckte, um nicht zu sagen eine „wilde Truppe", unser Chorleiter kann ein Lied - oder gar mehrere - davon singen!

Bei einem Singwochenende auf Burg Breuberg wurde es sogar unserer Stimmführerin im Alt, Sabine, zuviel: Sie zog aus dem Mädchenzimmer aus und suchte sich in der damals unbewohnten Burg ein eigenes, weit abseits gelegenes, „ruhiges" Zimmer! Aber im Gottesdienst am nächsten Tag waren wir dann alle wieder wie „die lieben Engelein", die ja bekanntlich „musikalisch sein" müssen.


 

 

Im Jahre 1983 bereicherten wir unser bisheriges, eher traditionelles Instrumentarium um ein elektronisches Instrument, eine kleine „Casio-Orgel", die uns von da an fast immer technische Probleme bereitete – bis wir uns schließlich später ein größeres Keyboard („Roland ep 7“) und zusätzlich einen eigenen Verstärker mit eingebautem Lautsprecher zulegten.

Angesichts der nun auch schon älteren Mitglieder änderten wir unseren Namen in „Kinder- und Jugendschola" um. Wir führten gemeinsam mit der evangelischen Jugend von Breuberg in der österlichen Bußzeit oekumenische Jugendkreuzwege durch. Übrigens haben in unserem Chor schon immer - wie auch heute noch - evangelische Kinder und Jugendliche mitgesungen.

Am 09. November 1984 gestalteten wir im Rahmen der Festwoche zum 400. Todestag unseres Kirchenpatrons Karl Borromäus unsere 1. Geistliche Abendmusik unter dem Titel „Chor- und Instrumentalmusik von Bach bis Edelkötter".


 

 

Weil wir nach Meinung mancher Gottesdienstbesucher gelegentlich zu laut und auch zu moderne Lieder sangen, wichen wir einmal zur Christmette ins St. Marienhaus zu den „Schwestern der Göttlichen Vorsehung“ aus. Wir wurden von den Schwestern und den Heimbewohnern sehr herzlich aufgenommen und fühlten uns dort sehr wohl. Allerdings hat man uns nach dieser Christmette mit dem Ausdruck tiefsten Bedauerns schnell wieder in die Pfarrkirche zurückgeholt!

Am 5. Dezember 1986 konnten wir auf unser 10-jähriges Bestehen zurückblicken. Wir begingen diesen Geburtstag mit unserer 2. Geistlichen Abendmusik und 2 Tage später einem Festgottesdienst, bei dem der Direktor des Kirchenmusikalischen Instituts Mainz, Monsignore Prof. Hans Niklaus, die Festpredigt hielt. Bei der Abendmusik führten wir neben einer Weihnachtskantate nach Worten von Eva Rechlin auch eine komplette Sinfonie auf, die „Kindersinfonie" von Joseph Haydn mit Geigen, Blockflöten und Orffinstrumenten. Wir hatten damals schon - wie heute noch -interessante und gute Instrumentalisten in unseren Reihen.  

In diese Zeit fiel auch der Besuch der indischen Tanz- und Gesangsgruppe Kalai Kaviri, mit der wir einen gemeinsamen Liederabend in unserer Kirche veranstalteten.

Im Sommer 1988 erfolgte die Verabschiedung von Herrn Pfarrer Oes und die Einführung von Herrn Pfarrer Philipp Haubrich.

 Mit dem Jahreswechsel 1988/89 änderten wir unseren Namen in „Jugendchor" um - unsere Gründungsmitglieder waren immerhin schon 12 Jahre dabei und schon lange „volljährig" geworden. Neue Mitglieder wurden immer nach der Erstkommunion - also in der Regel mit 9 Jahren - aufgenommen, so dass der Altersunterschied zwischen alten und neuen Sängern immer größer wurde.

 


 

Zeitweilig wurden getrennte Chorproben für Anfänger und Fortgeschrittene durchgeführt.

Am 1. Dezember 1989 veranstalteten wir unsere 3. Geistliche Abendmusik mit der Kantate „Die Geschichte Jesu", Ehrengast war Bischof Arul das James aus Indien.


 

Im Oktober 1990 durften wir beim oekumenischen Gottesdienst zum „1. Tag der deutschen Einheit“ nach der Wiedervereinigung in der evangelischen Kirche in Neustadt dabei sein.

Das Chorwochenende in Volkers/Rhön im gleichen Monat - organisiert von unserem langjährigen Chormitglied Tanja Stegmeyer - wird allen, die dabei waren, in besonders angenehmer Erinnerung bleiben.

In die nun folgenden Jahre von 1991 bis 1996 fielen gleich 4 Hochzeiten von Chormitgliedern, woraus man ersehen kann, dass wir wirklich erwachsen wurden. Alle waren wir ganz stolz und sangen und musizierten bei den Trauungen mit besonderer Hingabe - und auch ein bisschen Neugier, vor allem natürlich bei den Mädchen! Es waren die Hochzeiten von Sabine Helfer (jetzt Heymann), Tanja Stegmeyer (jetzt Alt), Martin Tschursch und Dr. Ralf Schiener.

Im Rahmen des oekumenischen Projektes „Lebensbilder" begleiteten wir im November 1992 in unserer Kirche die Darstellungen über das Leben von Alfred Delp und Camille Claudel nach Texten von Frau Sigrid Kolter mit Liedbeiträgen und Musik.

Bei unseren regelmäßigen Ausflügen zur „Pflege der Geselligkeit" sangen wir im Salzbergwerk Bad Friedrichshall in 200 m Tiefe spontan den Chorsatz „Ihr seid das Salz der Erde" von Winfried Heurich. Alle, auch die zufällig anwesenden weiteren Bergwerksbesucher, waren beeindruckt von der Wirkung des Chores gerade in dieser Umgebung.


Beim Sacro-Pop-Festival 1994 des "BDKJ" im Dekanat Erbach traten wir in Reichelsheim zusammen mit der Gruppe „Sophi-Act" aus Erbach an und waren – bei zwei teilnehmenden Chören - mindestens die zweitbeste Gruppe an diesem Tag!

 

 

 

Ein besonderes Lob erhielten wir in dieser Zeit von Generalvikar Martin Luley anlässlich der Firmung im Mai 1995. Er sagte: „Der Neustädter Jugendchor ist einer der besten von allen 344 Pfarreien in unserer Diözese!"

Am 16. November 1996 konnten wir unseren 20. Geburtstag feiern. Wir veranstalteten unsere 4. Geistliche Abendmusik zu dem Thema „Schöpfung und Mensch - Im Anfang war das Wort". Beim Festgottesdienst zum 175. Jubiläum der Pfarrei Neustadt mit Dekan Derstroff sangen wir die lateinische Messe „Messa Settecento" von Wolfram Menschik mit Begleitung eines kleinen Streichorchesters.

Zur Vorbereitung hierzu hatten wir uns in die „Jugendherberge Dilsberg“ am Neckar zurückgezogen, die uns von der landschaftlichen Lage her begeisterte, was wir jedoch weniger von der sehr unflexiblen Herbergsleitung

sagen konnten. Aber wir verstanden es natürlich trotzdem, uns nach den Proben eigene Freiräume zu  schaffen - und schließlich versöhnten unser Gesang und unsere Musik am Ende sogar auch wieder die Herbergsleitung!


 

 

 

 

In der folgenden Zeit von 1996 bis 2001 - unserer jüngsten Epoche - mussten wir notgedrungen die Probenarbeit etwas flexibler gestalten. Viele der älteren Chormitglieder konnten durch Schule, Studium, Beruf und Familie nicht mehr so regelmäßig an den Proben teilnehmen, wie es für den Chor wünschenswert gewesen wäre. So ging auch die Zahl unserer Chormitglieder stark zurück.

 

 

 

 

Zur Vorbereitung auf unsere nächste Abendmusik anlässlich des 150-jährigen Jubiläums unserer Pfarrkirche probten wir jetzt sonntags nach dem Gottesdienst. Auch diese Regelung war auf Dauer nicht durchzuhalten - wer singt schon gern mit knurrendem Magen sonntags bis 13.00 Uhr!


 

 

 

Weitere zeitliche Einschränkungen waren notwendig, so dass wir zur Zeit  nur noch ein Mal in einem Rhythmus von etwa zwei Monaten zu Gesamtproben an Wochenenden zusammenkommen können. Die jüngeren Sängerinnen und Sänger werden weiterhin in wöchentlichen Proben in das umfangreiche Chor-Repertoire aus 25 Jahren herangeführt und machen das sehr gut!

An äußeren Ereignissen stand der Bau unseres neuen Pfarrheimes im Mittelpunkt dieser Phase. Der Chor wirkte musikalisch beim 1. Spatenstich und bei der Grundsteinlegung mit und schließlich bei der Einweihung des neuen Hauses, in dem wir nun auch mit einem eigenen Raum optimale Möglichkeiten für unsere Chorproben vorfinden.


 

Mitte des Jahres 1999 verließ Herr Pfarrer Haubrich unsere Pfarrei und trat in den wohlverdienten Ruhestand. Sein Amt in unserer Pfarrei übernahm Herr Pfarrer Josef Schachner, der ebenso wie seine Vorgänger ein großzügiger, aufgeschlossener und verständnisvoller Förderer unseres Jugendchores ist.


Im gleichen Jahr nahmen wir mit viel Freude und vielen neuen Erfahrungen auch am Diözesankirchenmusiktag im Mainzer Dom teil

 

und gestalteten den Festgottesdienst zum 40. Weihejubiläum der Kirche von St. Sebastian in Michelstadt mit.


Unsere 5. Geistliche Abendmusik zum 150-jährigen Jubiläum unserer Pfarrkirche am 06. November 1999 stand unter dem Thema „Exodus - Mose und der Zug des Volkes Israel in das Verheißene Land". Den Festgottesdienst zelebrierte unser Bischof Dr. Karl Lehmann, der in der Zwischenzeit von Papst Johannes Paul II. in Rom zum Kardinal ernannt worden ist.

Das heutige Jubiläum möchten wir auch zum Anlass nehmen, uns ganz herzlich bei all denen zu bedanken, die uns immer wohlgesinnt waren. Das waren neben Herrn Pfarrer Oes, Herrn Pfarrer Haubrich und Herrn Pfarrer Schachner immer auch unsere Pfarrgemeinderäte mit ihren Vorsitzenden Herrn Günther Witopyl und Frau Ulla Strotjohann sowie unsere Verwaltungsräte, die für unsere finanzielle Absicherung zuständig sind.

Besonders bedanken möchten wir uns auch bei Ihnen, den regelmäßigen Gottesdienstbesuchern und unseren heutigen Gästen, die uns durch ihren Besuch ihr Wohlwollen und ihre Sympathie zum Ausdruck bringen.

Ihnen allen sei unser letzter Liedblock gewidmet!

 

 

(Josef Schiener)

 

 

 


 

 

 

 

 

 

                                                 Programm und Chormitglieder

 

 

Programm

 

„Musik und Gesang aus 25 Jahren"

Geistliche Abendmusik des Jugendchores
anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums
Leitung: Josef Schiener


Samstag, 17. November 2001, 19.00 Uhr,
Kath. Kirche Neustadt

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Begrüßung                                                                 Pfarrer Josef Schachner

Eröffnung                                                                                                              Gott soll es sein

 

Aufbauphase                                                           Mach, o Herr, die Tore auf

Schwarze, Weiße, Rote, Gelbe

Ein Leben unterm Regenbogen

Gehet nicht auf in den Sorgen

Adventlicher Block                                                Von guten Mächten 

                                                                                             Es ist für uns eine Zeit angekommen

Alle Knospen springen auf

Wachet auf, ruft uns die Stimme

Machet die Tore weit

 

Mehrstimmige Chorsätze                                    Lied für die Erde

Im Dunkel unsrer Ängste

Gott gab uns Atem

Ihr seid das Salz der Erde

Gott ist der Grund unserer Freude

 

Neues Geistliches Lied                          Suchen und fragen

Wie wir miteinander reden

Ein Licht in dir geborgen

... und ein neuer Morgen

Gloria, Ehre sei Gott

 

Neueste Phase                                                         Von der Zärtlichkeit Gottes

Frei wie ein Vogel

                                    Wäre Gesanges voll unser Mund

                                                Stein für Stein

 

 

 

 

              Der Jugendchor

bei der Abendmusik am 17. November 2001

 


 

 

Sopran:                     Christina Helfer (Solo), Andrea Zendler,  Hannah Havermann, Julia van der Bij, Anna Neubürger (Solo), Tina Heckler, Max Neubürger, Eva Strotjohann, Jennifer Skryzdlewski

 

Alt:                              Sabine Heymann, Elisabeth Jurek, Eva Heist (Solo), Jennifer Martinetti, Sandra Walther

 

Bass:                           Jesus Bodas-Fernandez, Dr. Michael Schiener, Andreas Schiener, Sebastian Jurek

 

Instrumente: Dr. Michael Schiener                     E-Piano

                                                Andreas Schiener              Violine/Percussion

                                                Elisabeth Jurek                    Querflöte

                                                Tina Heckler                        Blockflöte

 

Sprecherin:               Sabine Heymann

 

 

Leitung:                     Josef Schiener